Am 10. Juni hat die Allianz „Deutsche Häfen“ in der Landesvertretung Hamburg in Berlin eine Auftaktveranstaltung ausgerichtet. Rund 140 Teilnehmende aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft kamen zusammen. Thema war die Rolle der deutschen Häfen für Wirtschaft, Energieversorgung und Sicherheitspolitik.
Hamburgs Wirtschaftssenatorin Dr. Melanie Leonhard eröffnete die Veranstaltung mit einer klaren Botschaft: „Die Aussage ‚No Shipping, no Shopping‘ bringt es auf den Punkt – Unsere Häfen sind Voraussetzung unserer strategischen Autonomie und ökonomischen Sicherheit und gehören ganz klar in den bundespolitischen Fokus.“
Häfen als Schlüssel für Industrie und Verteidigung
Die Paneldiskussionen verdeutlichten: Häfen sind heute mehr als klassische Umschlagplätze. Sie gelten als zentrale Knotenpunkte der Energiewende und als logistische Grundlage für die Sicherheits- und Verteidigungsarchitektur Deutschlands.
Dr.-Ing. Christian Bruch, Vorstandsvorsitzender der Siemens Energy AG, betonte die Abhängigkeit der Industrie von funktionierender Hafeninfrastruktur: „Wenn Unternehmen weiter in Deutschland investieren sollen, brauchen wir Investitionen in die Hafeninfrastruktur. Denn ohne Häfen exportieren wir nichts.“
Lars Nennhaus, Vorstand Technik und Betrieb der Duisburger Hafen AG, ergänzte: „Wir funktionieren nur gemeinsam. Stottert ein Hafen, stottert die Volkswirtschaft.“
Auch die Bundeswehr unterstrich die sicherheitspolitische Relevanz. Oberst i. G. Armin Schaus, Abteilungsleiter „Zivil-militärische Zusammenarbeit“ im operativen Führungskommando: „Wirtschaft muss auch in der Krise funktionieren. Die Häfen sind dabei zentral.“
Forderung nach nationaler Finanzierung
Die Allianz bekräftigte ihren Appell, See- und Binnenhäfen als strategische Infrastruktur von nationaler Bedeutung anzuerkennen und entsprechend zu finanzieren. Aus der Bundespolitik kam Unterstützung: Dr. Christoph Ploß, Koordinator der Bundesregierung für Maritime Wirtschaft und Tourismus, erklärte: „Wir brauchen dringend mehr Investitionen in die deutschen Häfen, weil für uns als Exportnation viel davon abhängt. Dazu gehört auch eine Flexibilisierung beim Sondervermögen.“
Das gemeinsame Credo der Allianz-Vertreterinnen und -Vertreter lautete: „Die Bedeutung der Häfen für Deutschland steht in keinem Verhältnis zur bisherigen Beteiligung des Bundes an ihrer Finanzierung. Wer von leistungsfähigen Häfen profitiert, muss sich auch an ihrer Zukunftssicherung beteiligen.“
Hinter der Allianz Deutsche Häfen steht ein länderübergreifender Zusammenschluss führender Hafeninfrastrukturbetreiber: bremenports GmbH & Co. KG, Brunsbüttel Ports GmbH, Duisburger Hafen AG, Hamburg Port Authority AöR, Seehafen Kiel GmbH & Co. KG, Lübeck Port Authority, Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG und Rostock Port GmbH.
Quelle: Hamburg Port Authority











