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Foto: iStock (Symbolfoto)
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Deutsche Seehäfen treiben Digitalisierung voran
Veröffentlicht am 12.05.2026

Die Softwaredienstleister Dakosy und dbh Logistics haben das Großprojekt zur hafenübergreifenden Digitalisierung der Containerfreistellung (Secure Release Order) über die IT-Plattform German Ports abgeschlossen. Nach Angaben der Beteiligten entstand durch die länderübergreifende Zusammenarbeit eine durchgängige digitale Prozesskette vom Eintreffen des Containers bis zur Abholung.

Innerhalb eines Jahres wurde das Vorhaben von der Registrierung des ersten Teilnehmers bis zum Anschluss aller beteiligten Akteure finalisiert. Damit ist für die deutschen Nordseehäfen Wilhelmshaven, Hamburg und Bremerhaven erstmals ein einheitlicher Standard etabliert. Zu den Nutzern gehören Containerterminals, Reedereien sowie beteiligte Speditionen und Transportunternehmen. Bereits in diesem Jahr wurden über alle Häfen hinweg mehr als 700.000 digitale Freistellungen umgesetzt. 

Der digitale Freistellungsprozess ersetzt das zuvor genutzte PIN-Verfahren vollständig. Grundlage ist das „digitale Recht zur Abholung“. Es wird über ein gesichertes Rollen- und Berechtigungsmanagement innerhalb der Transportkette weitergegeben. In einem stufenweisen Change-Prozess über sechs Monate wurden alle beteiligten Unternehmen verpflichtend angebunden und der Prozess als Standard eingeführt.

Projekt „DigiWeser“ offiziell gestartet

Parallel dazu hat Bremenports den Start des Projekts „DigiWeser“ bekanntgegeben. Mit einem Kick-off-Termin wurde das Vorhaben Anfang Mai offiziell gestartet. Ziel ist der Aufbau eines digitalen Testfelds, um Schiffsanläufe in Bremerhaven moderner, transparenter und effizienter zu gestalten. Hintergrund sind laut bremenports komplexere Abläufe, steigende Anforderungen an Umwelt- und Klimaschutz sowie Wettbewerbsdruck. Schiffsanläufe würden vielerorts bislang über verschiedene, nicht vernetzte Systeme per Telefon, E-Mail oder Funk koordiniert. Das könne zu Informationslücken, Verzögerungen und Aufwand führen.

Kern von „DigiWeser“ ist eine gemeinsame digitale Plattform als Testfeld. Darüber sollen alle relevanten Beteiligten – von Behörden über Terminalbetreiber bis zu Reedereien und Hafendienstleistern – Informationen besser austauschen. Angestrebt wird eine „Just-in-Time“-Steuerung von Schiffsanläufen unter Wahrung hoheitlicher Zuständigkeiten sowie wirtschaftlicher Interessen. An der Stromkaje soll dafür ein digitales Testfeld entstehen. Neue Technologien und Abläufe sollen dort unter realen Bedingungen erprobt werden, ohne den laufenden Betrieb zu beeinträchtigen.

Vorgesehen sind drei Phasen: Planung, technische Umsetzung und eine zweimonatige Testphase. Die Laufzeit ist mit rund 13 Monaten angesetzt. Die Lösungen sollen so entwickelt werden, dass sie auch auf andere Häfen übertragbar sind.

Duisport digitalisiert Schiffsanmeldungen

Auch im Duisburger Hafen gibt es eine digitale Neuerung. Wer den größten Binnenhafen der Welt anlaufen will, muss sich ab sofort über das River Ports Planning and Information System (RPIS) anmelden. Duisburg ist nach Basel und Trier der dritte Hafen, der das System implementiert – unterstützt durch den Betreiber RheinPorts.

RPIS ist ein digitales System, das Häfen, Umschlagterminals und Binnenschiffsoperateure vernetzt. Damit sind alle Beteiligten entlang der Wasserstraße eingebunden. Relevante Daten können in Echtzeit ausgetauscht werden. Das soll Bürokratie reduzieren, Transparenz erhöhen und die Logistikkette deutlich effizienter machen. Bereits zum Start haben sich 160 Reedereien und Partikuliere registriert.

Ziel des Port Community System ist es, Prozesse zu optimieren, Ressourcen planbarer zu machen und die Betriebskosten zu senken. So werden viele bisher manuelle und papierbasierte Abläufe durch einen zentralen digitalen Informationsaustausch ersetzt. In der zweiten Phase sollen die Terminals im Duisburger Hafen direkt an RPIS angebunden werden. Dadurch können Umschlagsprozesse digital gesteuert werden.

Quellen: German Ports / Bremenports / Duisport

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