Anhaltende Trockenheit lässt die Pegelstände auf deutschen Flüssen weiter sinken. Kurzfristig ist keine Besserung in Sicht. Das betrifft vor allem die Oberweser und den Rhein. So sind mehrere Abschnitte der Oberweser seit Ende vergangener Woche für die Schifffahrt gesperrt. Betroffen sind unter anderem die Bereiche Hannoversch Münden und Bodenwerder. Am Pegel Hannoversch Münden werden aktuell nur 69 Zentimeter gemessen – für die Schifffahrt wären 120 Zentimeter nötig.
Ursache ist die drastisch reduzierte Wasserabgabe der Edertalsperre in Nordhessen. Eigentlich hält sie die Oberweser im Sommer schiffbar. Derzeit enthält sie jedoch nur rund 37,5 Milliarden Liter – statt der üblichen rund 148,5 Milliarden Liter. Leichter Regen ändere daran nichts, so ein Sprecher des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Weser gegenüber der dpa. Er rechne nicht damit, dass sich die Lage im Sommer noch verbessert.
Auch die Okertalsperre im Oberharz ist nur noch zu 32 Prozent gefüllt – ein Negativrekord für Ende Juli. Der historische Tiefstand wurde im Dezember 2022 mit 17 Prozent verzeichnet.
Rhein: Rekordtiefstände erwartet
Am Rhein drohen am Wochenende um den 1. August 2026 neue Tiefstwerte. An allen großen Pegelstationen in Nordrhein-Westfalen werden Wasserstände erwartet, die noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen so niedrig waren. Das teilte ein Sprecher des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rhein der Deutschen Presse-Agentur mit.
Für den Pegel Köln wird am Samstag ein Stand von 67 Zentimetern prognostiziert. Der bisherige Tiefstwert lag bei 69 Zentimetern – gemessen am 23. Oktober 2018. Auch in Düsseldorf und Duisburg-Ruhrort könnten Tiefstwerte unterschritten werden.
Quellen: dpa/DVZ











