Die Dirks Group mit Sitz in Emden hat zum Jahreswechsel den Betrieb des CKD-Verpackungszentrums (Completely Knocked Down) des Volkswagen-Konzerns im JadeWeserPort in Wilhelmshaven übernommen. Dabei handelt es sich um eine spezialisierte logistische Einrichtung, in der Fertigerzeugnisse komplett zerlegt, verpackt und für den Export vorbereitet werden. Von dem Standort aus beliefert Volkswagen zahlreiche Überseewerke mit rund 3.000 unterschiedlichen Fahrzeugteilen. Komponenten, die aus Übersee ankommen, werden an mehr als 20 europäische Werke weitergeleitet. Jährlich werden rund 5.500 Container umgeschlagen.
Das Verpackungszentrum wurde 2019 durch den Entwickler Panattoni fertiggestellt. Es umfasst fünf nach DGNB-Gold-Standard errichtete Hallen, die maximale Flexibilität für die Be- und Entladung, die Lagerung und die Kommissionierung der Teile und Komponenten bieten. Der operative Betrieb begann unmittelbar nach der Übergabe. Baubeginn auf dem Grundstück von rund 100.000 Quadratmetern im JadeWeserPort in Wilhelmshaven war im Juni 2018. Betrieben wurde das Verpackungszentrum bisher vom Logistikdienstleister Imperial Logistics.
VW begründete seinerzeit die Entscheidung, sich im GVZ JadeWeserPort anzusiedeln, mit wirtschaftlichen Aspekten und vor allem mit der strategischen Entwicklungsperspektive, die Deutschlands einziger Container-Tiefwasserhafen böte. Astrid Lühring, damalige Leiterin der VW-Materiallogistik, unterstrich in einem Interview zudem auch die tideunabhängige Nutzungsmöglichkeit des Hafens.
Die Dirks Group beschäftigt nach eigenen Angaben weltweit rund 4.500 Mitarbeitende an 32 Standorten. Zu den Leistungen gehören Logistik, Lagerung, Automatisierung sowie Produktions- und Instandhaltungsservices. Der Dienstleister hat Kunden aus der Automobilindustrie, dem Schiffbau, dem Verteidigungsbereich sowie aus der Konsumgüterindustrie und dem Handel.
Quelle: Dirks Group/JadeWeserPort











