Die Duisport-Gruppe hat das Jahr 2025 mit positiven Kennzahlen beendet. Die Gesamtleistung stieg um 9,6 Prozent auf 390,5 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Das EBIT legte auf 27 Millionen Euro zu (2024: 22,6 Millionen Euro). Das Ergebnis vor Steuern erreichte 23,4 Millionen Euro (2024: 19,8 Millionen Euro).
Duisport-Chef Markus Bangen sprach von einer „hocherfreulichen Entwicklung“. Trotz geopolitischer Spannungen und einer schwachen Konjunktur in Deutschland sei der Umschlag gewachsen. Als Haupttreiber nannte er den Bereich „Infrastruktur und Suprastruktur“. Darunter fasst Duisport Erlöse aus Miet- und Pachtverträgen zusammen. Investitionen aus den Vorjahren hätten sich 2025 ausgezahlt. Der Beitrag dieses Segments zur Gesamtleistung stieg von 69 Millionen Euro im Jahr 2024 auf 84,6 Millionen Euro im vergangenen Jahr.
Die größten Positionen blieben „Verkehr und logistische Dienstleistungen“ mit 118,4 Millionen Euro sowie „Industrielogistik“ mit 100 Millionen Euro. In „Verkehr und logistische Dienstleistungen“ sind unter anderem Einnahmen aus dem Terminalbetrieb enthalten. Die „Industrielogistik“ umfasst Umsätze aus Umschlag und Verpackung von (Groß-) Bauteilen für Industrieunternehmen.
Investitionen, Umschlag und Warenströme
Für 2025 bezifferte Duisport die Investitionen auf 79,8 Millionen Euro. Damit seien unter anderem Flächen wie das Intermodalterminal im türkischen Kartepe entwickelt worden. Von dort aus soll künftig viermal pro Woche ein Zug nach Duisburg fahren. Zusätzlich baut Duisport auf dem Hafengelände eine Röntgenanlage für Container. Diese soll der Zoll anmieten. Fahndungsdruck in den Seehäfen hat den Drogenschmuggel weiter ins Hinterland verlegt.
Beim Hafenumschlag blieben die Mengen insgesamt stabil. Der Containerumschlag stieg 2025 auf 4,1 Millionen Tonnen. Das entspricht einem Plus von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gesamtumschlag verharrte dagegen bei 50,8 Millionen Tonnen. Auf diesem Niveau hatte er bereits 2024 und 2023 gelegen.
Bangen sagte: „Im Vorstand freuen wir uns ein Loch in den Bauch.“ Den Gesamtumschlag zu halten, obwohl die Tonnage auf dem Binnenschiff deutlich gesunken sei, bedeute, dass der Hafen an anderer Stelle habe ausgleichen können. Besonders deutlich werde das bei Kohle. 2019 habe der Kohleumschlag in Duisburg noch bei etwa 20 Millionen Tonnen gelegen, so Bangen. 2025 seien es nur noch rund 600.000 Tonnen gewesen.
Aktuell verteilt sich der Umschlag in Tonnen auf drei ungefähr gleich große Bereiche. Neben Containern zählen dazu Metalle sowie Mineralölverkehre. Im Metallbereich seien vor allem Stahlimporte aus der Türkei, Südkorea, Indien und China zu sehen. Mineralöl- und Chemieverkehre hätten im vergangenen Jahr sogar leicht zugelegt, so Bangen.
Quelle: Duisport











