Der Hafen Rotterdam hat im vergangenen Jahr weniger Güter bewegt. Nach Angaben der Hafenbehörde ging der Gesamtumschlag gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Prozent auf 428,4 Millionen Tonnen zurück. Im Containersegment zeigte sich dagegen ein Plus: Der Umschlag stieg auf 14,2 Millionen TEU, während die Container-Tonnage um 0,2 Prozent nachgab. In TEU gerechnet wächst der Containerumschlag damit das zweite Jahr in Folge und liegt nahezu auf dem Niveau von 2022.
Getrieben wurde die Entwicklung durch zusätzliche Asienverkehre. Die Importe aus Asien nahmen um 9,3 Prozent zu. In der zweiten Jahreshälfte fiel das Wachstum laut Hafenbehörde noch stärker aus. Auch die Verkehre von und nach Nordamerika erhöhten sich demnach um 13,6 Prozent. Rückläufig war hingegen das Transshipment: Die Mengen sanken um 15,9 Prozent. Als Gründe wurden unter anderem Verlagerungen in andere Häfen genannt, ausgelöst durch hohe Terminalauslastungen. Die Shortsea-Verkehre blieben stabil.
Finanziell berichtet die Port of Rotterdam Authority von stabilen Ergebnissen. Die Einnahmen stiegen 2025 um 6,6 Prozent auf 940,4 Millionen Euro. Das EBITDA erhöhte sich um 3,6 Prozent auf 583,6 Millionen Euro. Der Nettogewinn lag bei 266,0 Millionen Euro und damit 7,8 Millionen Euro unter dem Wert von 2024. Die Investitionen beliefen sich auf 291,4 Millionen Euro, rund 9 Prozent weniger als im Vorjahr.
Rotterdam kaum erfolgreicher als Antwerpen
Beim Vergleich mit anderen Häfen fällt die Bilanz unterschiedlich aus. Rotterdam kommt kaum besser weg als Antwerpen. Dort belasteten Veränderungen im Massengüterbereich, Konflikte auf Handelsrouten und Streiks an der Pier die Mengen. Hamburg schloss 2025 dagegen mit überraschend guten Zahlen ab.
Rotterdam verweist zudem auf die Hafenperspektive 2050, die die Rolle als Hub sichern soll. Der Hafen will weiter in nachhaltige Energie investieren. Genannt werden der Ausbau von Landstromanlagen sowie mehrere Wasserstoffprojekte.
Gleichzeitig formulieren die Hafenmanager Erwartungen an die Politik. Energie- und Netzentgelte seien zu hoch. Zudem seien die Netze häufig überlastet. Mit der neuen niederländischen Regierung wolle man darüber sprechen. Entscheidend sei, so heißt es in der Mitteilung, dass „konsequente, langfristige Politik Unternehmen dazu ermutigt, in Nachhaltigkeit zu investieren“, so die Hafenbehörde.
Quelle: Port of Rotterdam / DVZ











