Hapag-Lloyd arbeitet weiterhin an seinem Ziel, bis zum Jahr 2045 einen Netto-Null-Flottenbetrieb zu erreichen. Dafür will die Hamburger Containerreederei ab 2027 auf einer transozeanischen Route große Dual-Fuel-Frachter mit E-Methanol betreiben. Diese sollen die CO2-Intensität im Vergleich zu herkömmlichen, emissionsintensiven Kraftstoffen um mindestens 90 Prozent reduzieren.
Passend dazu verkündet Hapag-Lloyd nun, dass die Reederei eine Ausschreibung der Zero Emission Maritime Buyers Alliance (Zemba) für die internationale Schifffahrt mit emissionsarmen Kraftstoffen auf Wasserstoffbasis gewonnen hat. Erfolgreich war dabei auch North Sea Container Line (NCL): Das norwegische Schifffahrtsunternehmen will in Nordeuropa den ersten mit E-Ammoniak betriebenen Boxcarrier einsetzen.
„Durch diese Vereinbarung haben sich die Zemba-Mitglieder verpflichtet, über einen Mindestzeitraum von drei Jahren gemeinsam mindestens 120.000 Tonnen CO2e* einzusparen – wobei Hapag-Lloyd den Hauptanteil der CO2e-Reduktion realisiert“, heißt es in der Mitteilung. Die Zemba-Allianz, zu der Unternehmen wie Amazon, Ikea und Nike zählen, bündelt die Nachfrage nach auf erneuerbaren Energien basierenden Kraftstoffen. Dadurch sollen Skaleneffekte erzielt und Verlader dabei unterstützt werden, ihre Emissionen stärker zu senken, als dies einzeln möglich wäre.
„In einer Zeit, in der die Beschaffung skalierbarer E-Fuels weiterhin eine große Herausforderung für die gesamte Branche darstellt, ist der Gewinn der zweiten Zemba-Ausschreibung ein weiterer, wichtiger Schritt für uns“, sagt Hapag-Lloyd-CEO Rolf Habben Jansen. Seine Reederei bleibe fest entschlossen, Treibhausgasemissionen weiter zu reduzieren und zu einer nachhaltigeren Schifffahrt beizutragen.
* CO2e steht für Kohlendioxid-Äquivalent
Quelle: Hapag-Lloyd/THB











