Laut einer aktuellen Auswertung der Analysefirma Drewry zeigt, verteidigt PSA International zum wiederholten Mal den Spitzenplatz unter den größten Terminalbetreibern der Welt. Der Hafenbetreiber aus Singapur konnte den sogenannten Equity-TEU-Umschlag* im Jahresvergleich 2024/2025 um 5,3 Prozent auf 69,9 Millionen TEU steigern. PSA International verfügt damit über einen Anteil von 7 Prozent am globalen Containerumschlag.
Doch nicht nur PSA, sondern die gesamte Branche hat laut der Analyse deutlich zugelegt – und das trotz Zöllen, Handelskrisen und Kriegen. Demnach stieg der weltweite Containerumschlag insgesamt um 6,5 Prozent auf 994 Millionen TEU. Die sieben größten globalen Terminalbetreiber (GTO) wuchsen dabei mit durchschnittlich 8,9 Prozent stärker als der Gesamtmarkt. Darunter zählt Drewry jene 19 Terminalunternehmen, die Beteiligungen in mehreren Weltregionen halten. Ihr Anteil am weltweiten Umschlag stieg damit von 48,8 Prozent im Jahr 2024 auf 49,9 Prozent im Jahr 2025.
1. Platz: PSA International
Umschlag: 699 Mio. Equity-TEU*
Veränderung zu 2022: +5,3%
Anteil am weltweiten Containerumschlag: 7%
2. Platz: China Merchants Ports
Umschlag: 66 Mio. Equity-TEU*
Veränderung zu 2022: +7,8%
Anteil am weltweiten Containerumschlag: 6,6%
3. Platz: APM Terminals
Umschlag: 59,3 Mio. Equity-TEU*
Veränderung zu 2022: +11,4%
Anteil am weltweiten Containerumschlag: 6,0%
4. Platz: China Cosco Shipping
Umschlag: 58,2 Mio. Equity-TEU*
Veränderung zu 2022: +7,3%
Anteil am weltweiten Containerumschlag: 5,9%
5. Platz: MSC Group
Umschlag: 51,1 Mio. Equity-TEU*
Veränderung zu 2022: +14,8%
Anteil am weltweiten Containerumschlag: 5,1%
MSC wächst am deutlichsten
Den größten Zuwachs innerhalb der Spitzengruppe verzeichnete die MSC Group: Der Umschlag stieg um 14,8 Prozent auf 51,1 Millionen TEU. DP World kam nach einem Plus von 11,6 Prozent auf 49,4 Millionen TEU. Hutchison Ports schloss die Gruppe der sieben größten Betreiber mit 46,9 Millionen TEU ab und wies dabei das geringste Wachstum der Gruppe aus, nämlich 1,5 Prozent.
Kapitalinvestitionen legen um 23 Prozent zu
Drewry zufolge erhöhten die untersuchten Unternehmen ihre Kapitalinvestitionen 2025 um 23 Prozent. Die Terminalbetreiber erweitern ihre Portfolios, modernisieren bestehende Infrastruktur und bauen Automatisierungs- sowie Digitalkapazitäten aus. Bis 2030 prognostiziert Drewry ein Kapazitätswachstum von 186 Millionen TEU. Auf Greenfield-Projekte entfallen dabei 23 Prozent des geplanten Nettozuwachses.
Vier Betreiber – MSC Group, CMA CGM, Adani und Hanseatic Global Terminals – planen, bis 2030 jeweils mindestens 4 Millionen TEU an neuer Kapazität durch Neubauten zu schaffen. Für MSC Group und CMA CGM prognostiziert Drewry jeweils einen Zuwachs von mehr als 8 Millionen TEU. Beide Unternehmen sind nach Angaben von Drewry hybride Betreiber mit Reedereibeteiligung, was ihnen bei Neubauprojekten Vorteile bei der Absicherung von Ladungsvolumen verschaffe.
*Bei der Einheit Equity-TEU* wird der Umschlag im Verhältnis zur Höhe der Beteiligung eines Unternehmens an einem einzelnen Terminal berechnet. Die Angabe des gesamten Containerumschlags sei Drewry zufolge irreführend, vor allem wenn ein Betreiber 100 Prozent des Umschlags beanspruche, aber nur eine Minderheitsbeteiligung an einem Terminal hält.
Quelle: Drewry











