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Operativ war Wilhelmshaven 2025 der stärkste Wachstumstreiber. Der Umschlag am JadeWeserPort stieg um 74 Prozent auf rund 1,5 Millionen TEU. Eurogate führt das auf den Start der Gemini Cooperation von Maersk und Hapag-Lloyd sowie auf das Hub-and-Spoke-System zurück.
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JadeWeserPort als Treiber: Eurogate erwirtschaftet deutliches Umsatzplus
Veröffentlicht am 05.05.2026

Das Geschäftsjahr 2025 verlief für den Terminalbetreiber Eurogate besser als es die Zahlen vermuten lassen. Nach Angaben der Muttergesellschaft Eurokai stiegen die Umsatzerlöse deutlich auf 749,5 Millionen Euro. Das entspricht plus 10,8 Prozent. Der gesamte Containerumschlag im In- und Ausland legte auf rund 14 Millionen TEU zu. Das sind plus 13,4 Prozent.

Trotzdem ging das EBIT auf 123,6 Millionen Euro zurück (minus 14,3 Prozent). Auch der Nettogewinn sank auf 113,5 Millionen Euro (minus 7,5 Prozent). Der Grund liegt laut Eurokai nicht in stark gestiegenen Kosten. Ausschlaggebend ist ein Sondereffekt aus 2024, der den Vergleich verzerrt. Eurogate hatte 2024 von einem außergewöhnlichen Buchgewinn profitiert, den das Terminal Wilhelmshaven verbucht hatte. Damals verbesserten sich die vertraglichen Bedingungen und die Umschlagsaussichten vor Ort. Dadurch konnte eine TEU‑Garantieverpflichtung reduziert werden. Rückstellungen sowie Verbindlichkeiten wurden aufgelöst. Das führte zu einem Einmalertrag und erhöhte das Betriebsergebnis 2024 künstlich. Vor diesem Hintergrund erscheint das EBIT 2025 im Vergleich niedriger, als es ohne den Effekt zu erwarten wäre.

Wilhelmshaven als Impulsgeber

Operativ war Wilhelmshaven 2025 der stärkste Wachstumstreiber. Der Umschlag am JadeWeserPort stieg um 74 Prozent auf rund 1,5 Millionen TEU. Eurogate führt das auf den Start der Gemini Cooperation von Maersk und Hapag-Lloyd sowie auf das Hub-and-Spoke-System zurück.

Auch die deutschen Standorte legten zu. Hamburg wuchs um 21,7 Prozent auf 2,338 Millionen TEU. Bremerhaven erhöhte den Umschlag um 10,3 Prozent auf 4,943 Millionen TEU. Zusätzlich profitierte Eurogate laut Eurokai-Geschäftsbericht von höheren Lagergeld- und Reefer-Erlösen, die den Umsatzanstieg unterstützten.

Italien mit moderatem Plus, La Spezia im Minus

Das Italien-Geschäft Contship Italia, an dem Eurogate 33,4 Prozent und Eurokai 66,6 Prozent halten, entwickelte sich ebenfalls positiv. Das Wachstum blieb jedoch deutlich hinter den deutschen Terminals zurück. Die Anlagen in Ravenna, Salerno und La Spezia steigerten den Umschlag 2025 gegenüber 2024 um 3,5 Prozent auf gut 1,7 Millionen TEU.

Konzernweit war La Spezia der einzige Standort mit einem Rückgang. Dort sank der Umschlag gegenüber 2024 um 2 Prozent auf rund 1,1 Millionen TEU. La Spezia ist nach Aufkommen der mit Abstand größte Terminal im Verbund.

Für das laufende Jahr rechnet Eurogate mit weiter steigenden Mengen. Gleichzeitig erwartet das Unternehmen rückläufige und sich normalisierende Lagergelderlöse. Zudem dürften hohe Aufwendungen durch Automatisierungsmaßnahmen das Ergebnis belasten. Prognostiziert wird ein deutlich niedrigeres, aber weiterhin positives Ergebnis.

Quelle: Eurokai/DVZ

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