Home

Info

w

Kontakt

Mehr Container für Deutschland

Home

Info

Info

w

Kontakt

Grafik: Energy Hub Office Wilhelmshaven
In Wilhelmshaven gibt es nicht nur ganz viel Platz für neue Unternehmen, sondern auch Chancen für energieintensive Industrien und Prozesse.
Grafik: Energy Hub Office Wilhelmshaven
Energy Hub und Multi-Purpose-Terminal: JadeWeserPort schafft Synergien
Veröffentlicht am 03.11.2026

Drei Fragen an Yannis Fischer, Leiter des Energy Hub Office in Wilhelmshaven

Herr Fischer, was macht Wilhelmshaven als Energy Hub besonders – und wann wird aus den vielen Einzelprojekten ein funktionierender Hub?

Hier in Wilhelmshaven kommt vieles zusammen: erneuerbare Energien, der Tiefwasserhafen, Infrastruktur, verfügbare Flächen und vor allem ein Netzwerk aus Unternehmen, Verwaltung, Politik und Wirtschaftsförderung, das den Standort voranbringen und die Transformation aktiv gestalten will. Gleichzeitig verbessern wir die infrastrukturellen Voraussetzungen – von der Strominfrastruktur und der Anbindung an das Wasserstoffkernnetz bis zum geplanten Anleger für verflüssigte Gase. Auch der Ausbau der Bahnstrecke Oldenburg–Wilhelmshaven gehört dazu. Entscheidend sind außerdem Netze und Speicher: Über die Netze muss Wasserstoff zu den großen industriellen Zentren Deutschlands gelangen; Speicher sorgen dafür, dass Wasserstoff auch in Zeiten geringerer Erzeugungsmengen verfügbar bleibt. Zu einem echten Hub wird der Standort, wenn Projekte so konkret werden, dass Synergien tatsächlich genutzt werden können und neue Konzepte entstehen.

Welche Synergien können Energy Hub und JadeWeserPort entwickeln?

Es gibt schon heute welche: Über die Hafenanlagen in Wilhelmshaven werden besonders große und schwere Komponenten wie Transformatoren angelandet. Mit dem Projekt „Multi-Purpose-Terminal“ in unmittelbarer Nähe zum JadeWeserPort werden diese Kooperationen mit Sicherheit zunehmen. Ein weiterer Aspekt ist die Bebunkerung von Schiffen mit alternativen Kraftstoffen. LNG, Ammoniak und Methanol werden für Schiffe bereits genutzt oder sind im Gespräch – alles Energieträger, die in Wilhelmshaven umgeschlagen werden oder zu denen es Projekte gibt. Auch der Voslapper Groden Nord spielt eine wichtige Rolle: Dort kann nördlich des JadeWeserPort ein Wertschöpfungscluster aus Energieprojekten und weiteren Ansiedlungen entstehen.

Wo sehen Sie Wilhelmshaven Mitte der 2030er-Jahre?

Wilhelmshaven wird eine wichtige Drehscheibe für Energie und zugleich ein Hub für CO₂ sein. Wir wollen, dass die Mehrheit der heute geplanten Projekte dann bereits in Betrieb oder zumindest in der Umsetzung ist und Wilhelmshaven unverändert Deutschlands wichtigster Energiehafen bleibt. Persönlich würde ich mich freuen, wenn wir auch in der öffentlichen Wahrnehmung als die Wasserstoffregion Deutschlands gelten: So wie man bei Banken an Frankfurt oder bei Carl Zeiss an Jena denkt, soll man beim Thema Wasserstoff an Wilhelmshaven denken.

Über Yannis Fischer

Yannis Fischer arbeitet seit August 2024 bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Wilhelmshaven und leitet dort seit Februar 2025 das Energy Hub Office. Zuvor war er fünf Jahre beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Elektrolyse und Brennstoffzellen tätig. Fischer hat Verfahrens- und Umwelttechnik an der heutigen Berliner Hochschule für Technik (BHT) studiert und anschließend ein Masterstudium in Umwelt- und Verfahrenstechnik an der Technischen Hochschule Augsburg absolviert. Seine Masterarbeit bei Volkswagen beschäftigte sich mit PEM-Brennstoffzellen. (Foto: Grafik: Energy Hub Office Wilhelmshaven)

Diese Meldung ist erschienen im TIEFGANG#24, dem Kundenmagazin des JadeWeserPort.


Diesen Beitrag teilen

Schiffspositionen

Verfolgen Sie die „dicken Pötte“ live auf unserer interaktiven Karte.

Unsere neuesten Artikel

Weitere Artikel aus dieser Rubrik