Nachdem der Hamburger Hafen für das vergangene Jahr ein Wachstum beim Containerumschlag gemeldet hatte, verzeichnet er nun auch wieder mehr Anläufe besonders großer Containerschiffe. Nach einer Auswertung von Hafen Hamburg Marketing (HHM) liefen im vergangenen Jahr 286 sogenannte Ultra Large Container Vessels (ULCV – deutsch: ultragroßes Containerschiff) den Hamburger Hafen an. Im Vorjahr waren es lediglich 188. Unter der Bezeichnung Ultra Large Container Vessel werden die größten zurzeit eingesetzten Containerschiffe der Welt zusammengefasst. Sie fassen derzeit knapp 24.000 TEU.
Auch bei Containerschiffen mit einer Kapazität von mehr als 10.000 TEU steigt die Zahl. Insgesamt kamen 592 dieser großen Einheiten nach Hamburg. 2024 waren es 396 Schiffe. Friedrich Stuhrmann, CCO bei der Hamburg Port Authority (HPA), verweist in diesem Zusammenhang erneut auf die Bedeutung der Fahrrinnenanpassung.
„Die steigende Zahl von Megamax-Schiffen zeigt, wie wichtig die Anpassung der Fahrrinne war. So bieten wir auch den größten Containerschiffen, die Möglichkeit Hamburg anzulaufen“, sagte Stuhrmann bei der Veröffentlichung der Jahreszahlen des Hamburger Hafens.
Der Hintergrund ist, dass solche ULCV den Tiedehafen nicht uneingeschränkt anlaufen können. So verhindert der begrenzte Tiefgang der Elbe ein Anlaufen zum Beispiel bei Ebbe oder mit kompletter Ladung. Diese Einschränkung haben sogenannte Tiefwasserhäfen nicht. Deutschlands einziger Tiefwasserhafen ist der JadeWeserPort in Wilhelmshaven.











