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Foto: IgorSPb/iStock
Bislang meiden viele Reedereien das Gebiet und umfahren das Rote Meer, weil die mit Israel verfeindete Huthi-Miliz die Schifffahrt in der Region bedroht.
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Erster Dienst der Gemini-Kooperation fährt wieder durch das Rote Meer
Veröffentlicht am 05.02.2026

Maersk und Hapag-Lloyd schicken ab Mitte Februar erstmals seit der Flottenumleitung Anfang 2024 wieder einen Dienst ihrer gemeinsamen Gemini-Kooperation durch das Rote Meer und den Suezkanal.

Wie die Reedereien mitteilen, betrifft das einen Dienst zwischen Indien, dem Nahen Osten und dem Mittelmeer. Bei Maersk trägt er die Bezeichnung ME 11, bei Hapag-Lloyd heißt er IMX. Eingesetzt werden dafür ausschließlich Schiffe von Maersk. Hapag-Lloyd wird auf eigenen Diensten bis auf Weiteres weiterhin keine eigenen Schiffe durch den Suezkanal fahren lassen. Die Schiffe fahren den Angaben zufolge unter dem Schutz von Marineeinheiten.

Den Anfang durch den Suezkanal machen in Richtung Westen die „Albert Maersk“ sowie in Richtung Osten die „Astrid Maersk“. Beide Containerschiffe sind jeweils 351 Meter lang. Später sollen weitere Dienste folgen. Hapag-Lloyd betonte: „Es werden höchstmögliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen, da die Sicherheit der Besatzungen, der Schiffe sowie der Ladung der Kunden für beide Reedereien höchste Priorität hat.“

Außerdem kündigten beide Reedereien an, zu einem späteren Zeitpunkt zwei weitere Dienste anzupassen, falls die Sicherheitslage dies zulässt. Bei Maersk betrifft das AE12 und AE15, bei Hapag-Lloyd SE1 und SE3. Weitere Änderungen am Gemini-Netzwerk seien derzeit nicht geplant.

Viele Reedereien meiden das Gebiet weiterhin

Bislang meiden viele Reedereien das Gebiet und umfahren das Rote Meer, weil die mit Israel verfeindete Huthi-Miliz die Schifffahrt in der Region bedroht. Die Angriffe der vom Iran unterstützten Huthi begannen im November 2023, mehr als einen Monat nach Beginn des Gaza-Kriegs.

Engstellen im Roten Meer sind der Suezkanal und die Meerenge Bab al-Mandab, die das Rote Meer im Süden mit dem Golf von Aden verbindet. Wegen der Bedrohung wählen immer noch etliche Reedereien stattdessen den Weg um die Südspitze Afrikas, was die Routen teurer macht, den Reedereien aber auch höhere Frachtraten einbringt.

Beide Reedereien arbeiten seit dem 1. Februar vergangenen Jahres in der Gemini Cooperation zusammen und betreiben 29 gemeinsame Mainliner- sowie 29 gemeinsame Shuttle-Dienste auf den Ost-West-Handelsrouten. Maersk ist hinter MSC die weltweit zweitgrößte Reederei, Hapag-Lloyd belegt Platz fünf.

Quele: Hapag-Lloyd/DVZ

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