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Niedersächsische Seehäfen verlieren Aufkommen
Veröffentlicht am 25.02.2021

Die niedersächsischen Seehäfen haben mit rund 48,7 Millionen Tonnen im vergangenen Jahr rund neun Prozent weniger Güter umgeschlagen als im Jahr 2019. Damit liegt das Jahresergebnis Corona-bedingt und nach einem extrem starken Vorjahr auf dem Niveau von 2016. Das teilte die Marketingorganisation Seaports of Niedersachsen mit. Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) sprach zwar von einem schwierigen Jahr, aber: „Es hat sich gezeigt, dass wir leistungsfähig sind“. Im laufenden Jahr werde das Land erneut 40 Millionen Euro für seine Häfen ausgeben. Dieses Ziel gebe es auch für die kommenden Jahre trotz der Belastungen des Haushalts durch die Corona-Pandemie. Zu den niedersächsischen Seehäfen zählen Brake, Cuxhaven, Emden, Leer, Nordenham, Oldenburg, Papenburg, Stade und Wilhelmshaven.

Auch André Heim, Geschäftsführer der Hafenmarketinggesellschaft bewertete das Gesamtergebnis unter Berücksichtigung der Corona-Pandemie, die zu vorübergehenden Unterbrechungen von Lieferketten führte, als sehr solide. Auch dass in wirtschaftlich schweren Zeiten die Hafenwirtschaft Investitionen unter anderem in Umschlagequipment und Lagerkapazitäten tätigt, sei ein starkes Signal für die Zukunft, so Heim.

Der Containerterminal Wilhelmshaven bewegte 423.243 (TEU). Das sind 34 Prozent weniger als 2019. Die Pandemie habe dazu geführt, dass sämtliche Reeder aufgrund der Volumenrückgänge Anpassungen in ihren Netzwerken vorgenommen und Schiffskapazitäten aus dem Markt genommen haben, heißt es zur Begründung bei Seaports.

Brake verzeichnete im Jahr 2020 im Seeverkehr ein Umschlagergebnis von rund 5,45 Millionen Tonnen, das sind rund 17 Prozent weniger als 2019. Im Stückgutumschlag wurde mit rund 2,09 Millionen Tonnen das Jahresergebnis aus 2019 um 3,32 Prozent übertroffen. Hierzu haben vor allem gestiegene Volumina im Holzexport beigetragen. Bedingt durch fehlende Getreideimporte sowie Verlagerungen von Transporten aus Südosteuropa vom Seeschiff auf den Zug blieb der Umschlag von Schüttgütern deutlich unter dem Ergebnis aus 2019.  

Cuxhaven schlug weniger feste Massengüter um, dafür nahm der Umschlag von Neufahrzeugen zum Ende des Jahres wieder an Fahrt auf. In Emden wiederum legten die festen Massengüter zu. Dabei handelte es sich überwiegend um Importe von Baustoffen per Seeschiff für Baustellen im regionalen Umfeld. Der Neufahrzeugumschlag von rund 1,03 Millionen Fahrzeugen lag 24 Prozent unter dem hohen Niveau des Vergleichszeitraums.

Stade konnte mit 6,2 Millionen Tonnen trotz eines leichten Rückgangs von 4,8 Prozent ein stabiles Jahresergebnis im Seeverkehr vorweisen. Sehr positive Entwicklungen gab es vor allem im Umschlag von Stückgütern. In diesem Ladungssegment wurden 63.258 Tonnen über die Kaikanten bewegt (27.028 Tonnen in 2019).  

Der Seehafen Wilhelmshaven erzielte mit einem Umschlagvolumen von 28,08 Millionen Tonnen im Jahr 2020 ein starkes Ergebnis. Zuwächse wurden hier bei den flüssigen Massengütern generiert (plus 4 Prozent). Der Umschlag fester Massengüter sank von rund 2,94 Millionen Tonnen in 2019 auf rund 1,89 Millionen Tonnen in 2020. Hier kommt vor allem der geringere Kohleumschlag, bedingt durch den beginnenden Kohleausstieg, zum Tragen.

Quellen: Seaports of Niedersachsen, DVZ
Foto: JadeWeserPort

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