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Seehäfen spüren Auswirkungen der Corona-Krise und hoffen auf China
Veröffentlicht am 19.03.2020

Die deutschen Seehäfen in Niedersachsen und Bremen bekommen die Auswirkungen der Corona-Krise bereits zu spüren. Es kommen weniger Schiffe an und der Umschlag von Gütern ist eingebrochen. Um 20 bis 30 Prozent werde er im März und April sinken, erwartet die Bremische Hafenvertretung BHV, eine Interessenvertretung von Hafen- und Logistikbranche in der Hansestadt.

Es sei zu spüren, dass die Nachfrage zurückgehe, so BHV-Geschäftsführer Christoph Bruns. Doch wie sich die Krise in den kommenden Monaten entwickeln werde, sei nicht absehbar. Im letzten Jahr noch hatten die niedersächsischen Seehäfen Brake, Cuxhaven, Emden, Leer, Nordenham, Oldenburg, Papenburg, Stade und Wilhelmshaven einen Anstieg des Umschlags um 7 Prozent auf 53,5 Millionen Tonnen verzeichnen können. In Bremen und Bremerhaven wurden 71 Millionen Tonnen umgeschlagen. „Wir werden Mindermengen haben im Vergleich zu vor einem Jahr“, sagte ein Sprecher von Eurogate. Die Firma betreibt Containerterminals in Bremerhaven, Hamburg und im JadeWeserPort in Wilhelmshaven. Der jetzige Rückgang sei auf die fehlenden Schiffsankünfte aus China zurückzuführen. In China waren zu Jahresanfang wegen des Produktionsrückgangs in der Industrie viele Schiffsabfahrten gestrichen worden.

Eine Folge davon sei, so die BHV, dass derzeit in den norddeutschen Häfen Container fehlen, um Waren zu verladen und zu exportieren. In den kommenden Tagen würden aber aus Fernost Schiffe mit Leercontainern erwartet. Für den Terminal Cuxport in Cuxhaven sagte Geschäftsführer Peter Zint, dass der Corona-Virus das Geschäft weniger verändert habe als der Brexit. Cuxport fertigt vor allem Frachtverbindungen nach Großbritannien und Nordeuropa ab.

Ein Lichtblick für die norddeutsche Hafenwirtschaft ist, dass das Hafengeschäft in China nach dem Höhepunkt der Corona-Krise wieder angezogen habe. Das Wiederanlaufen der Produktion in China werde sich gemäß den Aussagen der BHV aber in den deutschen Häfen, wenn überhaupt, erst Ende des zweiten Quartals bemerkbar machen. Bis dahin seien weitere Rückgänge zu befürchten.

Quelle: dpa/DVZ
Foto: Eurogate

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