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VDR: Deutsche Schifffahrt wieder verhalten optimistisch
Veröffentlicht am 05.03.2020

Der Verband Deutscher Reeder (VDR) hat neue Zahlen zur Situation der deutschen Handelsschifffahrt veröffentlicht. Demnach ist Deutschland weiterhin die fünftgrößte Schifffahrtsnation der Welt. Ihr Anteil an der Welthandelsflotte beträgt 4,9 Prozent. Das sind 0,6 Prozent weniger, verglichem mit dem Vorjahr. In deutschen Schiffsregistern waren zum Ende 2019 insgesamt 2.140 Schiffe mit 52,8 Millionen BRZ registriert. „Das sind 184 Schiffe oder 4,7 Millionen BRZ weniger als ein Jahr zuvor – aber immer noch erheblich mehr als vor Beginn des Booms in der Schifffahrt weltweit vor 20 Jahren“, erläuterte VDR-Präsident Alfred Hartmann.

Betrachtet man die Anzahl der Schiffe, ist Deutschland jedoch nicht mehr die größte Nation in der Containerschifffahrt nach Gesamt-TEU. „Dass China uns hier überholen würde, war abzusehen. Zum einen werden heute einfach sehr viel größere Containerschiffe gebaut, zum anderen handelt es sich um einen erwartbaren Nachlauf der langen Krise nach 2009“, sagte Hartmann. Trotzdem seien die meisten Schifffahrtsunternehmen heute mindestens verhalten optimistisch, was die zukünftige Entwicklung anbetrifft. Viele würden nach den langen Krisenjahren wieder den Blick auf die Zukunft und ihre Herausforderungen richten. „Die Erlössituation ist leider sehr unterschiedlich und zudem auch volatil – je nach Branchenzweig, nach Fahrtgebieten und teilweise sogar tagesaktuell nach Ereignissen“, sagte der VDR-Präsident. Jedoch sei die deutsche Flotte immer noch äußerst vielfältig und biete insbesondere dank des maritimen Know-hows in ihren Unternehmen High-Tech-Produkte.

Unsicherheitsfaktor Coronavirus

Die genauen Auswirkungen des neuen Coronavirus seien noch offen. Zudem würden sie zum Teil durch die üblichen Ferien zum chinesischen Neujahrsfest überdeckt, hieß es beim Verband. Fakt ist jedoch, dass die Ausbreitung des Virus Lieferketten durcheinanderbringt und die internationale Schifffahrt bremst. Die Charterraten für Massengutschiffe seien teilweise um 30 bis 40 Prozent zurückgegangen –  je nach Schiff, Ladung und Fahrtgebiet sogar noch mehr. Der Grund hierfür seien verminderte Rohstoff-Importe durch China: Fabriken produzierten zeitweise kaum und benötigten daher auch weniger Rohstoffe. Die Störungen in der Logistik könnten auf mittlere Sicht in Europa zu Versorgungsengpässen führen, beispielsweise bei Arzneimitteln. Bislang sind von den großen europäischen Reedereien und den Häfen keine konkreten Aussagen zu erhalten, wie sich die Maßnahmen in China auf ihre Transport- und Umschlagleistungen auswirken werden. Dazu seien noch nicht genug Informationen verfügbar.

Umstellung auf neuen schwefelarmen Treibstoff läuft noch stockend

Die Umstellung der Schifffahrt auf neuen schwefelarmen Treibstoff mit 0,5 Prozent Schwefel zum Jahresbeginn verlief nicht reibungslos. So sei der Treibstoff zum Teil nicht flächendeckend verfügbar gewesen. Teilweise habe er sich nicht mit bereits zuvor in anderen Häfen gebunkerten Treibstoffen mischen lassen. „Die Reedereien messen viel nach, was sie eigentlich tanken“, sagte Hartmann. Dennoch normalisiere sich aber der Markt langsam. Für die Zukunft setze die Schifffahrt auf klimaneutrale flüssige Treibstoffe, die jedoch erst noch entwickelt werden müssen. Die Branche will dafür weltweit in den kommenden zehn Jahren fünf Milliarden Dollar bereitstellen.

Quelle: VDR
Foto: JadeWeserPort

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