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Foto: HES International
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Wilhelmshaven wird Drehkreuz für Wasserstoff
Veröffentlicht am 26.05.2026

Das niederländische Unternehmen für Mineralölverarbeitung und -vermarktung sowie Massengut-Umschlag HES International und das kanadische Unternehmen North Atlantic haben eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet. Ziel ist der Aufbau einer Wasserstoff-Importroute über den Hafen Wilhelmshaven. Die Unterzeichnung fand in Anwesenheit von Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne in Berlin statt.

Der Wasserstofftransport soll mithilfe der LOHC-Technologie (Liquid Organic Hydrogen Carrier) realisiert werden. „Die Vereinbarung markiert einen weiteren entscheidenden Meilenstein auf dem Weg von Wilhelmshaven zu einem strategischen Knotenpunkt für die europäische Wasserstoffwirtschaft“, heißt es in einer Mitteilung.

LOHC ermöglicht den Transport und die Lagerung von Wasserstoff in flüssiger Form. Vorhandene Infrastruktur kann dabei genutzt werden. Das macht die Technologie geeignet für großvolumige Wasserstoffimporte nach Europa. HES International betreibt das Flüssiggut-Terminal im Hafen und will prüfen, wie bestehende Anlagen umgerüstet werden können. Damit soll der Import, die Lagerung und der Vertrieb von Wasserstoff in LOHC-Form möglich werden. Wilhelmshaven bietet durch seinen Tiefwasser-Zugang und die vorhandene Energieinfrastruktur günstige Voraussetzungen.

Transatlantische Verbindung als Ziel

Die Partnerschaft soll eine direkte Lieferkette zwischen Kanada und Deutschland schaffen. „Unsere geplanten Projekte zur Erzeugung von Wasserstoff auf Basis erneuerbarer Windenergie gewinnen durch die Partnerschaft mit HES zusätzlich an Stärke und schaffen eine direkte Verbindung zwischen Neufundland und Labrador, Deutschland und dem Hafen Wilhelmshaven“, erklärte HES-CEO Paul van Gelder. Das bestehende europäische Terminal-Portfolio solle als Grundlage für die Energiewende dienen.

North Atlantic-Chef Ted Lomond betonte: „Mit dem Aufbau einer transatlantischen Importkette wird ein innovativer Ansatz verfolgt, um große Mengen klimaneutralen Wasserstoffs sicher und effizient nach Europa zu bringen.“ Langfristiges Ziel ist ein Beitrag zur Dekarbonisierung der industriellen Energieversorgung in Deutschland.

Quellen: HES International/THB

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