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Für die internationele Handelsschiffahrt geht es an der Straße von Hormus im Persischen Glolf erst einmal nicht mehr weiter.
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Deutsche Handelsschifffahrt laut Reederverband vom Iran-Krieg direkt betroffen
Veröffentlicht am 03.03.2026

Der Verband Deutscher Reeder (VDR) beobachtet „mit großer Sorge“ die militärische Auseinandersetzung zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und dem Iran. Die Eskalation spielt sich nahe zentraler Seehandelswege und wichtiger Umschlagplätze ab. Besonders betroffen ist das Umfeld der Straße von Hormus. Dadurch steige das Risiko von Angriffen und sicherheitsrelevanten Zwischenfällen auf See, heißt es in einer Stellungnahme.

„Die aktuelle Eskalation trifft das Herz globaler Seehandelsrouten und auch die Schiffe deutscher Reedereien, vor allem aber die Menschen an Bord, unmittelbar“, sagt Martin Kröger, Hauptgeschäftsführer des VDR. „Für viele unserer Mitgliedsunternehmen ist dies eine akute operative Krise, keine abstrakte geopolitische Entwicklung.“

Nach Angaben des VDR sind deutsche Reedereien mit vielen Schiffen und Besatzungen direkt betroffen. In den Unternehmen laufen Krisensitzungen. Schiffe werden nach Möglichkeit aus Gefahrenzonen herausgeführt. Manche Einheiten werden umgeleitet. Andere warten außerhalb der Risikogebiete auf neue Anweisungen.

Rund um den Iran liegt die Straße von Hormus. Sie gilt als einer der kritischsten Engpässe für die globale Energieversorgung sowie für den Container- und Tankerverkehr. Nach aktuellen Lageeinschätzungen ist die Passage derzeit stark eingeschränkt oder nicht nutzbar.

Risiken entlang der Route Europa–Asien nehmen zu

Westlich davon verlaufen stark frequentierte Seewege durch das Rote Meer. Dazu gehören die Meerenge Bab al-Mandab und der Suezkanal. Diese Verbindung zählt zu den wichtigsten Handelsachsen zwischen Europa und Asien.

Der VDR hatte bereits zuvor gewarnt, dass eine weitere Eskalation die Sicherheitslage auf See deutlich verschärfen könnte. Sie könne auch Angriffe der im Jemen aktiven und mit dem Iran verbündeten Huthi-Milizen begünstigen. Inzwischen haben die Huthi-Rebellen erneut Angriffe auf die internationale Handelsschifffahrt angedroht.

Aus Sicht des VDR entsteht durch die Eskalation am Persischen Golf und die anhaltenden Bedrohungen im südlichen Roten Meer ein durchgängiges Risikoband entlang zentraler Seehandelsrouten zwischen Europa und Asien. Der Verband sieht die Gefahr einer weiteren Ausweitung der Konfliktdynamik. Damit wären erhebliche Risiken für die Handelsschifffahrt in der gesamten Region verbunden.

Sicherheit hat Priorität

Für die rund 300 Reedereien mit Sitz in Deutschland, die weltweit tätig sind und zehntausende Seeleute beschäftigen, hat die Sicherheit von Besatzungen und Schiffen oberste Priorität. Der VDR fordert in der gesamten Region höchste Vorsicht.

„Die deutsche Handelsschifffahrt garantiert täglich Versorgungssicherheit für Europa. Ihre Sicherheit ist kein Randthema, sondern strategische Notwendigkeit“ betont Kröger weiter. „Unsere Schiffe stehen für offene Märkte und stabile Lieferketten, sie dürfen nicht in militärische Eskalationen hineingezogen werden.“

Der VDR steht nach eigenen Angaben in engem und fortlaufendem Austausch mit der Deutschen Marine und seinen Mitgliedsunternehmen. Ziel ist eine kontinuierliche Bewertung der Lage. Der Verband betont, zivile Handelsschifffahrt dürfe nicht zwischen die Fronten militärischer Konflikte geraten. Er warnt seit Langem davor, Handelsschiffe in geopolitische Auseinandersetzungen hineinzuziehen. Diese Position sei angesichts der aktuellen Eskalation dringlicher denn je.

Zugleich ruft der VDR alle beteiligten Akteure dazu auf, die Freiheit und Sicherheit internationaler Seewege zu achten und zu gewährleisten.

Quelle: VDR

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